Lösungsviskosität

Lösungsviskositätsmessungen an Thermoplasten

Die Viskosität (Fließfähigkeit) ist in erster Linie ein Maß für die mittlere molare Masse (Molekulargewichtsverteilung).

Bei den verschiedenen Verarbeitungsprozessen von Thermoplasten treten Veränderungen im Aufbau auf, z.B. Kettenabbau, thermische Schädigungen usw., die sich als änderung der Viskosität im Formstoff äußern. Die Viskositätsmessungen dienen daher als Qualitätsprüfung nach der Verarbeitung von Thermoplasten im Vergleich zum Ausgangszustand bzw. als Wareneingangsprüfung von Thermoplasten, zur Überwachung der Gleichmäßigkeit der Chargen und zur Beurteilung der Verarbeitungsmöglichkeiten (z.B. Spritzgießen und Extrudieren).

In Normen sind für PA, PVC, PE, PP, PC, PET-PBT und PMMA die Bestimmungen der Viskositätszahlen beschrieben. Meist wird die Viskositätszahl für Thermoplaste in verdünnter Lösung ermittelt. Bei diesem Verfahren wird für Thermoplaste die Lösungsviskosität als Viskositätszahl bei festgelegten Lösungsmitteln und vorgeschriebenen Ubbelohde Viskosimetern bestimmt.

Ein Ubbelohde Viskosimeter besteht aus einer kalibrierten Glaskapillare, durch die ein bestimmtes Volumen der Lösung hindurchläuft.

Aus der Zeit, die dieses Volumen braucht um die Kapillare zu passieren, lässt sich die Viskosität der Lösung errechnen.

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