Kondenswasserprüfklimate

Untitled document Kondenswasserprüfklimate nach DIN 50017 (Schwitzwassertest)

Der Schwitzwassertest ist ein Korrosionstest, der in verschiedenen Varianten durchgeführt wird. Besonders bekannt ist das Kondenswasserkonstantklima (KK) bei dem eine Probe in einem geschlossen Behälter bei einer Temperatur von 40°C betaut wird.

Im Probenraum steht in einer Bodenwanne Wasser, das entsprechend erwärmt wird und eine relative Luftfeuchte von etwa 100 % erzeugt.

Eine Variante ist das Kondenswasserwechselklima mit Wechsel von Luftfeuchte und Temperatur (KFW) dabei wird ein Zyklus (auch "Runde" genannt) von 24 Stunden gefahren. 8 Stunden des Zyklus wird die Probe wie beim Kondenswasser-Konstantklima bei 40°C betaut. Danach wird die Klimakammer geöffnet, und die Heizung abgestellt. Dadurch kann die Probe bei Raumbedingungen abtrocknen.

 

Salzsprühnebelprüfung nach DIN 50021

Die Salzsprühnebelprüfung wird eingesetzt für die Untersuchung von korrosionsgeschützten Bauteilen.

Die Prüfung wird so durchgeführt, dass in einer geschlossenen Prüfkammer eine wässrige Natriumchloridlösung mit einem Gehalt von 5% (50g/l) kontinuierlich versprüht wird. Die Temperatur im Prüfraum beträgt dabei 35°C. Es wird ständig frische Prüflösung verwendet, die Reste der Prüflösung werden kontinuierlich entsorgt.

Verschärfte Varianten des Tests werden dadurch erzeugt, dass man dem Kochsalz noch Essigsäure bzw. Kupferchlorid und Essigsäure zufügt.

Die Salzsprühnebelprüfung lässt auch kleine Unterschiede in der Qualität von Beschichtungen, seien sie nun metallischer oder organischer Art recht gut unterscheiden. Auch Kombinationen von Beschichtungen lassen sich so hervorragend prüfen. Besonders gefragt ist die Salznebelprüfung in der Automobilindustrie, sie kann aber auch mit grossem Erfolg in anderen Bereichen eingesetzt werden. Die Prüfzeiten liegen je nach Aufgabe im Bereich von 24 bis zu 1000 Stunden.

Beide Prüfungen sind hervorragend geeignet um Teile zu testen, die schwankender Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sein werden. Dies sind insbesondere Teile, die im Freien ihren Einsatzort haben und dadurch ständig Schwankungen der Luftfeuchte ausgesetzt sind und auch öfters betaut werden. Dies gilt also insbesondere für Gehäuse, Armaturen aber auch Beschlagteile, Schrauben und ähnliches.

Die Prüfung ist deutlich weniger aggressiv als die Salzsprühnebelprüfung nach DIN 50021, sie kann vorteilhaft dort eingesetzt werden, wo schwerer Korrosionsschutz nicht unbedingt erforderlich ist.

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