Spannungsrisskorrosion an Metallen und Kunststoffen

Spannungsrisskorrosion an Metallen und Kunststoffen


Spannungsrisskorrosion (SpRK) ist ein Phänomen das auftritt, wenn ein empfindlicher Werkstoff in Anwesenheit eines spezifischen chemischen Mediums einer mechanischen Spannung ausgesetzt ist. Fällt eine der drei Komponenten weg, so tritt keine Spannungsrisskorrosion auf. Bei Kunststoffen wird dieses Phänomen auch Spannungsrissbildung genannt.

Die Verträglichkeit von Werkstoffen mit chemischen Medien werden in speziell konzipierten Testständen untersucht. Dabei werden Prüflinge unterschiedlicher Form mit dem chemischen Medium beschichtet und über einen bestimmten Zeitraum einer mechanischen Dauerbelastung ausgesetzt. Anschließend werden die Prüflinge unter dem optischen und gegebenenfalls unter dem Rasterelektronenmikroskop auf Risse hin untersucht.

Bei Schadensfällen, bei denen Spannungsrisskorrosion zum Bruch des Werkstoffes führte, kann oftmals aufgrund des optischen Erscheinungsbildes der Bruchfläche auf die Bruchursache geschlossen werden. Wenn nur Risse auftreten, kann mittels Metallographie bzw. Plastographie Rissverlauf und Risstiefe untersucht werden

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