Untersuchung von Korrosion

Die Korrosionsanalyse dient zur Aufklärung von Korrosionsfällen. Dazu werden Korrosionsprodukte untersucht und wenn möglich der Hergang ermittelt.


Korrosionsanalyse

Die meisten gebräuchlichen Metalle erleiden unter verschiedenen Einsatzbedingungen Korrosion. Dies führt zu erheblichen volkswirtschaftlichen Schäden. Daher ist es wichtig die Ursachen von Korrosionserscheinungen festzustellen um zukünfig entsprechende Schäden zu vermeiden. Die Firma ACL untersucht seit vielen Jahren Korrosionsprobleme, die vor allem Metalle und Kunststoffe betreffen.

Dabei legen wir großen Wert auf eine umfassende Prüfung der einwirkenden Substanzen sowie der daraus entstehenden Korrosionsprodukte. Entsprechend ist das gesamte Repertoire der Analytik gefragt, von nasschemischen Analysenmethoden, mikro-pH-Wert-Messungen bis zu spektroskopischen Methoden, wie Infrarotspektroskopie und Röntgenmikroanalysen (REM/EDX). Oftmals ist auch eine Untersuchung des angegriffenen Materials notwendig (Thema Materialverwechslung), die in unserem Hause mittels ICP durchgeführt werden kann.

Metalle:
Es gibt nur sehr wenige Metalllegierungen, die als weitestgehend korrosionsbeständig angesehen werden können. Sogenannte Edelstähle erleiden oft durch den Einfluss von Chloriden oder Bromiden schwerste Korrosionserscheinungen. Sie sind auch empfindlich gegen sog. Fremdrost, worunter man unlegierten Stahl oder Guss - meist in Partikelform - auf der Oberfläche versteht. Diese Partikel rosten unter dem Einfluss von Feuchtigkeit und verursachen Lochfrasskorrosion am Edelstahl.

Als Beipiel für Kupferlegierungen sei hier Messing genannt, eine Legierung aus Kupfer und Zink. Messing lässt sich sowohl sauer als auch alkalisch gut angreifen, dabei wird grob gesagt der Zinkanteil herausgelöst und man erhält auf diese Art und Weise schwere Korrosionserscheinungen. Messing ist noch für eine andere Art der Korrosion bekannt: Es handelt sich dabei um die sogenannte Spannungsrißkorrosion.
Unter Spannung stehende Messingteile reagieren unter dem Einfluss von z. B. Ammoniak oder Ammoniumverbindungen unter Ausbildung von Spannungsrißkorrosion.

Aluminium und Zink, sowie ihre Legierungen reagieren äußerst empfindlich auf Alkalien oder Säuren. In beiden Fällen entstehen schwere korrosive Schäden durch Auflösen der Metalllegierungen.
Besonders kritisch stellt sich die Korrosionsempfindlichkeit dar, wenn die entsprechenden Legierungen mehr als 0,05 % Kupfer enthalten. Kupfer und Aluminium bzw. Zink bilden ein galvanisches Element, das zum sehr schnellen Auflösen des unedleren Metalls bereits an feuchter Luft führt.

Kunststoffe:
Die meisten Kunststoffe werden unter dem Einfluß von UV- Licht und/oder Ozon stark geschädigt. Die Oberfläche verwittert geradezu und wird dadurch bröselig. Die Untersuchung derartiger Schäden ist oft nicht einfach und mit viel Erfahrung verbunden. Viele Kunststoffe reagieren auf saure bzw. alkalische Umgebungsbedingungen mit Korrosionserscheinungen, so ist zum Beispiel Polyamid 6 sehr empfindlich auf Säuren und kann auf der Oberfläche leicht angegriffen werden.
Die meisten amorphen Kunststoffe (z.B. Polystyrol, Polycarbonat) erleiden unter dem Einfluss von Lösemitteln oder Schmierstoffen Spannungsrisskorrosion.
Dies kann bis zum spontanen Zerknall von Kunststoffteilen führen.


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