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Wir sind Ihr kompetenter Partner in Sachen Schadensanalytik.

Seit über 30 Jahren ist die ACL GmbH im Bereich der Schadensanalytik und Materialprüfung tätig und liefert Ihnen die analytische Lösung für Ihren Schadensfall.

Wir sind ein unabhängiges Auftragslabor mit breitem instrumentellem und methodischem Spektrum an chemischen und materialanalytischen Untersuchungen. Die ACL GmbH ist nach DIN EN ISO/IEC 17025: 2005 akkreditiert und zertifiziert. Wir garantieren Ihnen einen hohen Qualitätsstandard, der duch unsere Qualitätssicherung ständig geprüft und weiterentwickelt wird. Unsere Stärke liegt in der Beratung bei technischen und chemischen Schadensfällen und in der Entwicklung einer maßgeschneiderten analytischen Antwort.

 

Info

Der Glührückstand als Multitalent

Glührückstand: ein Verfahren – viele Informationen

 

Glührückstand Verguss Wicklung Spule DIN EN ISO 1172

 

Die Ermittlung des Füllstoffgehalts bei unbekannten Kunststoffproben findet oft im Rahmen einer umfassenden Materialuntersuchung statt. Neben FTIR-Messungen (→ IR-Spektroskopie) zur Bestimmung des Basispolymers und DSC-Messungen (→ DSC-Analytik) zur Schmelzpunktsermittlung, liefert auch der Glührückstand einer Probe viele Informationen.


Im aktuellen Fall wurde eine graue Vergussmasse analysiert, die als Ummantelung für die Wicklung eines Spulenkörpers dient. Für die Messung werden ca. 1-2 g zerkleinertes Probenmaterial eingesetzt, welches im Muffelofen bei einer Temperatur von ca. 625°C verascht wird (gemäß DIN EN ISO 1172). Nach dem Abkühlen ergab die gravimetrische Auswertung im vorliegenden Fall einen Füllstoffgehalt von 35 %.


Mit bloßem Auge erkennt man Füllstoffagglomerate, deren Aussehen an leicht verschmutzte Schneebälle erinnert (s.Titelbild oben). Bei höherer Vergrößerung indes offenbaren sich weitere Details: einzelne Glasfasern, neben weiteren feinst verteilten Zusätzen:

 

Glührückstand vergrößert Glasfaser Flammschutz Bariumsulfat REM EDX
Glührückstand der Vergussmasse

 

Die Zusammensetzung des Glührückstands kann durch eine rasterelektronenmikroskopische Untersuchung mittels Mikroanalysensystem (→ EDX) geklärt werden:

 

Glührückstand Füllstoff Flammschutz Glasfaser Bariumsulfat REM EDX
Elementverteilung des Glührückstands (EDX-Spektrum)

 

Aus der Elementverteilung lassen sich folgende Schlüsse ziehen:

Dem als Vergussmasse eingesetzten Kunststoff wurden Füllstoffe in Höhe von 35% zugesetzt. Als Hauptbestandteil können bereits optisch - und durch die EDX-Analyse bestätigt - Glasfasern (Elemente: Calcium, Silicium, Aluminium, Sauerstoff) genannt werden, daneben sind auch Talkum (Elemente: Magnesium, Silicium, Sauerstoff) und Bariumsulfat (Elemente: Barium, Schwefel, Sauerstoff) anwesend. Zudem enthält der Kunststoff ein bromhaltiges Flammschutzmittel.


Aus der Ermittlung des Glührückstands gewinnt man also sowohl quantitative als auch qualitative Informationen.

 

Möchten auch Sie mehr über die Zusammensetzung Ihres Kunststoffs wissen? Wir liefern Ihnen diese Informationen gerne.

Festigkeit und Härte eines Kunststoffmaterials werden maßgeblich vom Füllstoffgehalt bestimmt. Schon Abwei- chungen von 20% vom Sollwert führen zu deutlich veränderten Eigenschaften.


Bei glasfaserverstärkten Kunststoffen kann neben deren Gehalt auch die Glasfaserlängenverteilung bestimmt werden. Dies könnte z.B. ein Hinweis auf Recyclingmaterial sein: Recyclate weisen meist kürzere Fasern auf.


Oftmals sind bereits bei der stereomikroskopischen Sichtung Beimengungen von anorganischen Füllstoffen zu erkennen: teure Glasfasern werden durch billigeres Material ersetzt, die Festigkeit leidet meist deutlich darunter.


Der Füllstoff ist maßgeblich für die Eigenschaften eines Kunststoffs verantwortlich. Finden Sie mit unserer Hilfe mehr über die von Ihnen eingesetzten Produkte heraus.


Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Webseite:
Füllstoffgehalt

 

Wir beraten Sie gerne, fragen Sie uns!

 

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