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Wir sind Ihr kompetenter Partner in Sachen Schadensanalyse für die Industrie.

Seit über 40 Jahren ist die ACL Analytisch chemisches Labor GmbH im Bereich der Schadensanalyse und Materialprüfung tätig und liefert Ihnen die analytische Lösung für Ihren Schadensfall.

Wir sind ein unabhängiges Auftragslabor mit breitem instrumentellem und methodischem Spektrum an chemischen und materialanalytischen Untersuchungen. Die ACL GmbH ist nach DIN EN ISO/IEC 17025: 2018 akkreditiert und zertifiziert. Wir garantieren Ihnen einen hohen Qualitätsstandard, der durch unsere Qualitätssicherung ständig geprüft und weiterentwickelt wird. Unsere Stärke liegt in der Schadensanalyse, der Beratung bei technischen und chemischen Schadensfällen und in der Entwicklung einer maßgeschneiderten analytischen Antwort.

 

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Korrosion an metallischen Werkstücken

Durch Fingerschweiß induzierte Korrosion an metallischen Werkstücken

Über Korrosion an metallischen Werkstücken wurden bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht. Sowohl Eisen- als auch Buntmetallwerkstücke sind aus chemischer Sicht nicht inert. Unter ungünstigen äußeren Bedingungen wandeln sich ein oder mehrere Bestandteile der Werkstofflegierung in salzartige Metallverbindungen um. Findet dieser Prozess in Gegenwart von Feuchtigkeit und unter Beteiligung von Luftsauerstoff statt, so spricht man von Korrosion.

Zahlreiche Faktoren können den Korrosionsprozess begünstigen. Erwähnt seien hier die Ausbildung von Kurzschlusszellen durch den direkten oder indirekten (aber leitfähigen) Kontakt von Metallen mit unterschiedlichem Elektrodenpotential oder der Kontakt von metallischen Werkstücken mit reaktiven chemischen Spezies.

Fern liegt uns der Gedanke dieses umfassende Thema im Rahmen dieses begrenzten Forums erschöpfend behandeln zu wollen. Vielmehr wollen wir auf einen alltäglichen und häufig vermeidbaren Schadensfall hinweisen.

Eine chemische Spezies, welche bekannt ist für ihre korrosionsauslösende Wirkung auf zahlreiche metallische Werkstoffe, ist das Chloridion. Die Chloridionen werden im Korrosionsprozess, gleich einem Katalysator, nicht verbraucht. Entsprechend genügen geringe Konzentrationen dieser Chloridionen an der Oberfläche eines metallischen Werkstückes um in Anwesenheit von Feuchtigkeit und Luftsauerstoff beträchtliche Korrosionsschäden auszulösen.

Eine oftmals unterschätzte Quelle für die Kontamination mit Chloridionen sind die Absonderungen der menschlichen Haut. Neben Wasser als Hauptkomponente enthält Hautschweiß, Fette und Öle, Lipide, Talg und schwankende Konzentrationen hauptsächlich chloridhaltiger Salze (Natriumchlorid und Kaliumchlorid). Die freigesetzte Salzmenge ist dabei von Individuum zu Individuum stark schwankend und außerdem von äußeren Faktoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängig. Naturgemäß spielen auch die Ernähungsgewohnheiten des Individuums eine beträchtliche Rolle. Die Legenden, dass manchen Handwerkern die Werkstücke unter den Händen wegrosten, enthalten somit einen wahren Kern.

Fingerabdruck auf Stahl Korrosion

Als Beleg ist im Bild ein korrodiertes Stahlwerkstück gezeigt. Die Korrosionsstellen folgen den Linien von Fingerpapillen. Untersucht man die Korrosionsprodukte im Rasterelektronenmikroskop mittels Mikroanalysensystem (EDX) so findet man am Rand jedes einzelnen korrodierten Flecks in der Hauptsache die Signale für Eisenoxide. In der Mitte jedes einzelnen Flecks findet man ein Körnchen Korrosionsprodukte an deren Unterseite man ein deutliches Chlorsignal im EDX-Spektrum ausmachen kann.

 

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